Marie-Céline Schäfer lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Neben ihrem primären Betätigungsfeld, der Architektur, ist sie in den Disziplinen bildende Kunst und Design tätig.
Seit 1998 ist sie Mitglied der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM und gründete 1999 mit fünf Architekten-Kollegen die Architektenplattform rheinflügel.
In diesen Konstellationen entwickelte sie sich zu einer Architektin mit Vision und Sensibilität einer Künstlerin. Aus diesem ganzheitlichen Denken heraus im Umgang mit Raum und Material, ausgeführt mit künstlerischer oder architektonischer Haltung, erwarb sie sich den Respekt der „Szene“ und einer breiteren Öffentlichkeit.
Die Projekte mit der Architektenplattform rheinflügel haben sich von der Selbstinszenierung als Architekten für Baukunst bis hin zu Realisierungen öffentlichkeitsrelevanter Bauprojekte entwickelt.
Marie-Céline Schäfer ist die Architektin dieser Interessensgemeinschaft und zeichnet verantwortlich im Team oder auch Solo für die wesentlichen realisierten Bauprojekte von rheinflügel.
Die Architektenplattform rheinflügel löst sich auf. Ein Prozess, der um 2007 herum mit der ersten Etappe der Auflösung begann. Marie-Céline Schäfer bezieht eigene Büroräume und startet ihre Internetpräsenz mit www.mariecelineschaefer.com.
Bei den Projekten unterschiedlicher Größen und Anforderungen entscheidet sich der Einsatz der Mittel gemessen an den vorhandenen Qualitäten eines Ortes. Der Entwurf ist reduziert auf seine wesentlichen Nutzungsmerkmale und immer Teil des Raumes. Entscheidende Parameter in der Moderation zu entwickelnder Projekte.
Seit 2001 führt die internationale Aufmerksamkeit für die Künstlergruppe hobbypopMUSEUM zu Kunstprojekten in Museen oder Galerien von San Fransisco bis Athen. Für die „in Situ“ entstehenden raumspezifischen Installationen aus Malerei, Sound, Skulptur, Collage, etc., begibt sich die Architektin in den künstlerischen Prozess. Gegenüberstellungen von Struktur und Intuition, Emotion und Statik oder Modell und Realität begleiten die Formfindung.
Marie-Céline Schäfer versteht sich auch als Vermittlerin für junge Architekturstudenten hält Vorträge. Zum Beispiel an der BUGH Wuppertal, wo sie 1994 zur Diplom-Ingenieurin Architektur mit Auszeichnung ernannt wurde. Oder ein Vortrag über „Architektur von Anfang an“ an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie den postgraduierten Studiengang in der Klasse Baukunst ab 1996 besuchte. Hier studierte sie gemeinsam mit ihren Kollegen von rheinflügel und schloss sich der Künstlergruppe hobbypopMUSEUM an.
Seit 2009 lehrt sie an der BUGH Wuppertal, am Lehrstuhl für Architekturgeschichte und Theorie, mit Schwerpunkt „experimentelles Entwerfen“. Ein bisher einmaliges Studienangebot in der Kombination aus Theorie und Entwurf. Im Sommersemester 2010 verabschiedet sie ihren ersten Masterstudiengang.
Nach ihrem Studium arbeitete sie einige Jahre in freier Mitarbeit für Architekturbüros, wie Ortner&Ortner Berlin/Wien, RKW Düsseldorf, Prof.Günther Zamp Kelp Düsseldorf und J.S.K. Düsseldorf.
2002 wurde sie mit hobbypopMUSEUM mit dem Kunstförderpreis des Landes NRW ausgezeichnet und 2005 mit rheinflügel ebenfalls für den Kunstförderpreis des Landes NRW.
2006 wurde Marie-Céline Schäfer zu den „100 Köpfen von morgen“ gewählt. Eine Auszeichnung der Bundesregierung und dem Bundesverband der deutschen Industrie.
Die Begründung der Jury: Dass man mit Foto-Lovestorys und Federballturnieren in den Museen der Welt ausgestellt werden kann, hat Marie-Céline Schäfer bewiesen. Nach Ihrem Architekturstudium in Wuppertal ging sie an Kunstakademie in Düsseldorf und trat dem in London und Düsseldorf beheimateten Künstlerkollektiv hobbypopMUSEUM bei, dessen Installationen in Museen von New York bis Paris erfolgreich sind. 1999 gründete sie mit 5 Kollegen die Architekturplattform rheinflügel. Hier baut sie Bars, Galerien, Museen. Und zwischendurch auch mal ein Hühnerhaus...